
Joe Mallen with Jim the Dandy, owned by Jack S. Barnard
URSPRUNG: Großbritannien
KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 3 Terrier, Sektion 3 Bullartige Terrier, Ohne Arbeitsprüfung.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINALSTANDARDS: 24.06.1987.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:
Glatthaarig, gut ausgewogen, sehr kräftig für seine Größe, muskulös, aktiv und beweglich.
VERHALTEN UND CHARAKTER (WESEN):
Hochintelligent und liebevoll, besonders zu Kindern. Tapfer und absolut zuverlässig.
KOPF: Kurz
Oberkopf: Schädel: Gleichmäßig tief und breit.
Stop: Deutlich
GESICHTSSCHÄDEL:
Nasenschwamm: Schwarz.
Fang: Kurz.
Kiefer / Zähne: Kiefer stark, Zähne groß, mit einem perfekten, vollständigen und regelmäßigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift. und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.
Lefzen: Straff und Makellos.
Wangen: Sehr ausgeprägte Wangenmuskeln.
Augen: Dunkel bevorzugt, können aber auch einen gewissen Bezug zur Haarfarbe haben. Rund und von mittlerer Größe; so eingesetzt, dass sie geradeaus blicken. Dunkle Lidränder.
Ohren: Rosen- oder Halbstehohr, weder groß noch schwer. Vollständiges Schlapp- oder Stehohr höchst unerwünscht.
HALS:
Muskulös, eher kurz, klar im Umriss und sich zu den Schultern hin verbreiternd.
KÖRPER: Körper gedrungen.
Obere Profillinie: Gerade.
Brust: Breite Front; Brustkorb tief, muskulös und klar umrissen. Rippen gut gewölbt.
RUTE:
Mittlere Länge, tiefer Ansatz auslaufend in eine Spitze und ziemlich tief getragen.
Soll nicht stark gebogen sein, eher vergleichbar mit einem Pumpenschwengel alter Form.
GLIEDMAßEN:
Vorderhand: Läufe gerade und von guter Knochenstärke, eher weit auseinander stehend, ohne eine Schwäche in den Vordermittelfüßen zu zeigen, von denen aus die Pfoten ein wenig nach außen gerichtet sind.
Schultern: Gut zurückliegend.
Ellenbogen: Nicht lose.
Hinterhand: Gut bemuskelt. Läufe von hinten betrachtet, parallel.
Kniegelenke: Gut gewinkelt.
Sprunggelenke: Gut tiefstehend.
Pfoten: Gut gepolstert, kräftig und von mittlerer Größe. Krallen schwarz bei einfarbigen Hunden.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:
Glatthaarig, gut ausgewogen, sehr kräftig für seine Größe, muskulös, aktiv und beweglich.
GANGWERK:
Frei, kraftvoll und flink mit rationellem Kraftaufwand. Von vorne und von hinten betrachtet, bewegen sich die Läufe parallel. Erkennbarer Schub aus der Hinterhand.
HAARKLEID:
Haar: Glatt, kurz und dicht.
Farbe: Rot, falb, weiß, schwarz oder blau, oder eine dieser Farben mit weiß. Gestromt in jeder Schattierung oder gestromt mit weiß. Schwarz mit Loh oder leberfarben ist höchst unerwünscht.
GRÖßE UND GEWICHT:
Gewicht: Rüden 12,7 - 17 kg (28 - 38 lbs), Hündinnen: 11 - 15,4 kg ( 24 - 34 lbs).
Größe: Erwünschte Widerristhöhe: 35,5 - 40,5 cm (14 - 16 Inches).
Diese Größen im richtigen Verhältnis zum Gewicht.
FEHLER:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
N.B.:
Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
Der Staffordshire Bull Terrier ist von einer besonders schönen (und auch beliebten) Rasse mit einer Vielzahl von liebenswerten Eigenschaften, wie beispielsweise schier unermüdliches Temperament, welches wir alle bewundern.
Eines der bestechensten Merkmale dieser Rasse, möglicherweise einzigartig in der Welt der Hunde, ist die Vielfalt der Farben, die wir dort finden können. Ich meine, es gibt mehr als dreißig unterschiedliche Farben und Farbkombinationen in unserer Rasse, von denen ich hier einige aufzählen möchte: schwarz, schwarz- weiß, rot- gestromt (wird oft mit rot- getigert verwechselt), rot- gestromt und weiß, dunkel- gestromt, dunkel gestromt und weiß, gelbbraun gestromt, gelbbraun gestromt und weiß, mahagonifarben gestromt, mahagonifarben gestromt und weiß, getigert- gestromt, getigert- gestromt und weiß, rot, rot und weiß, tiefrot, tiefrot und weiß, gelbbraun, gelbbraun und weiß, weiß, weiß mit Stromung, weiß mit roter Stromung, rote und weiße Einfärbungen, gestromte, weiße Einfärbungen und eine ganze Reihe weiterer Farbvariationen mit Stromungen sowohl weiß als auch blau.
Blau ist eine der seltensten Farben und die Meinung darüber, ob es nun eine eigenständige Farbe ist oder nicht geht hier auseinander. Im Laufe der Jahre haben schon viele behauptet oder zumindest fest daran geglaubt, dass ihr Staffi ein "richtiges" blau als Farbe hatte. Wenn jedoch Fachleute, die von den Farben viel verstanden, diese Tiere näher in Augenschein nahmen, stellte sich heraus, dass die Farbe des Tieres ein rauchiges Grau war oder ein Grau mit leichtem Einschlag ins bläuliche. Natürlich ist ein rauchiges grau keine akzeptable Farbe und ist keineswegs erwünscht. Jedenfalls ließen fast alle dieser rauchgrauen Tiere einen wesentlichen Teil vermissen, der das richtige und ursprüngliche Blau auszeichnet, die lebenswichtige Pigmentierung. Ein Tier mit echtem blau muss auch eine schwarze Schnauze, schwarze Klauen und ebenfalls schwarze Lippen haben sowie dunkle Augen.
Die meisten der sogenannten "blauen" Tiere, die ich zu sehen bekam, hatten jedoch helle Augen, keine schwarzen Schnauzen und graue oder gar weiße Klauen - und ohne die erforderlichen Kennzeichen, kann solch ein Tier nicht als blau bezeichnet werden.
Das am ehesten dem blauen Typ entsprechende Tier, das ich jemals zu sehen bekam, war die Hündin "Mountain Ash Christmas Eve", die Richard Curtis vom Mountain Ash Zwinger gehörte und das war etwa so im Jahr 1965. Die Hündin hatte eine schöne und glanzvolle Blaufärbung, ganz dunkle Augen, eine intensive Pigmentierung, schwarze Krallen, Nase usw.
Lassen Sie sich also nicht auf den Arm nehmen, wenn jemand behauptet, sein rauchgrauer Hund sei blau oder ein helläugiger Hund mit grauer Schnauze etc. sei blau. Wer jemals einrichtiges Blau gesehen hat, der erkennt den Unterschied!
Da ich gerade die rauchgraue Farbe erwähnte, komme ich noch zu weiteren, gleichermaßen unerwünschten Farben, die sich gelegentlich in die Zucht "einschleichen" - und bedauerlicherweise immer häufiger bei Welpen ignoranter und rücksichtsloser Züchter, die von den zahlreichen Farben des Staffordshire Bull Terriers und dem Umgang mit diesen Farben nur wenig verstehen. Die Farbe "liver" (leberfarbig) kann beispielsweise sehr einfach erkannt werden durch leberfarbige oder braune Schnauzen und ein durchweg leberfarbenes Fell. Auch die schwarze Farbe oder ein lohfarbenes Tier erkennen Sie leicht an den festgelegten Merkmalen, besonders an den sogenannten "Peanuts" (Erdnuss - Merkmale) um das Auge herum oder entsprechend mit lohfarbenen Markierungen an den Füßen und an der Innenseite der Hinterläufe.
Manchmal sieht man auch etwas, das man als Grenzfall bezeichnen muss, wenn nämlich ein dunkel gestromter Hund rehbraune Male am Körper oder an den Beinen hat, die nicht al richtige Male bezeichnet werden können, höchstens als rehbraune Andeutung. In solchen Fällen wird es bestimmt endlose Diskussionen geben, und hinzu kommt, dass man einen solchen Fall nicht auf einen anderen übertragen kann.
Ich bin fest davon überzeugt, dass man die unerwünschten Farben vermeiden kann, wenn man mit der großen Farbvielfalt sensibel umgeht, die Farbvielfalt nämlich, die eigentlich zur Verfügung stehen müsste; aber leider werden die wunderbar gestromten Farben dieser Rasse immer seltener, z.B. getigerte Brindles, mahagonifarbene Brindles oder rote Brindles. Und tatsächlich kann ich mich kaum daran erinnern, wann ich den letzten typischen braun getigerten Brindle gesehen habe.
Der Grund für den Rückgang dieser schönen und typischen Farben muss wohl in der ständig wachsenden Beliebtheit der dunklen oder schwarzen Brindles liegen, die nunmehr die Rasse dominieren, zumindest im Showring. Viele Staffordshire Bull Terrier - Besitzer haben ja noch nicht einmal die Vielfalt der Brindles kennen gelernt, sie kennen oft nur die dunklen Brindles.
In diesem Zusammenhang erscheint es mir interessant, dass von 44 Staffordshire Bull Terrier, die im 95er Kennel Club Rüdenbuch verzeichnet waren, 29 schwarze oder Black Brindles waren (mit weiß und ohne weiß), 4 waren braun - gestromt, lediglich 11 Hunde waren rot oder rehbraun (mit weiß und ohne weiß). Von n39 Hündinnen waren 28 schwarze oder black - Brindles (mit weiß und ohne weiß). Nach meiner Auffassung kann eine solche Dominanz von bestimmten Farben langfristig gesehen nicht gut sein für unsere Rasse und in dem Fall der Dominanz von dunklen oder schwarzen Brindles meine ich eine Verschlechterung der Pigmentierung zu erkennen, z.B. weiße Krallen, helle Augen usw., darüber hinaus gibt es vermehrt "verwaschene" Brindlefarben oder Farbe ohne Tiefe und in einzelnen Extremfällen führt das zu leberfarbenen Tieren. Ähnliches ist auch zu befürchten, wenn kontinuierlich rot mit rehbraun vermischt wird. Für mich ist die Konsequenz klar: die Züchter müssen ale erwünschten Farben, die ihnen zur Verfügung stehen, nutzen wenn sie die Pigmentierung und die Qualität der roten, dunklen Brindlefarben (oder andere Farben, die für den Züchter verfügbar sind) erhalten oder verbessern möchten. Oft schon kam mir zu Ohren, dass junge Züchter von sog. "Experten" beraten worden keine roten Hunde mit dunklen oder schwarzen brindle Hündinnen zur Zucht zu verwenden oder dunkle und schwarze brindle Rüden mit roten Hündinnen. Die jungen Züchter werden "gewarnt", dass solche Kreuzungen als Ergebnis zu leberfarbenen oder sogar zu schwarzen lohfarbenen Tieren führen. Solche Warnungen sind blanker Unsinn. Würden mehr Besitzer von Hündinnen oder Züchter von den vorhandenen Farben Gebrauch machen, ich bin sicher, wir würden wieder eine größere Farbvielfalt bezüglich der roten rehbraunen, getigerten oder mahagonifarbenen Brindles in der Welpenkiste vorfinden.
Wir hätten dann wieder alle unsere Freude an der typischen interessanten Vielfalt von Brindles, die wir früher zu sehen bekamen und wir hätten dann auch größere Möglichkeiten in Bezug auf die Farben bei den Zuchtprogrammen unseres Staffordshire Bull Terriers.
Eine gute oder gar perfekte Pigmentierung ist für einen Ausstellungshund von großer Bedeutung. Ganz gleich, welche Eigenschaften er hat oder nicht hat, ohne die notwendige und wichtige Eigenschaft der Pigmentierung ist das Gesamtbild mangelhaft.
Man kann dies mit einem wertvollen Diamanten vergleichen, den man geschenkt bekommt, der jedoch in eine alte Zeitung eingepackt ist oder mit einer vorzüglich zubereiteten Speise, die einem auf einem alten, brüchigen Teller serviert wird.
Was ist eigentlich Pigmentierung? Das Pigment ist eine Substanz, die durch ihr Vorhandensein innerhalb der Zelle der Haut, den Zehennägeln oder den Augenliedern eine natürliche Färbung gibt.
Obwohl das Vorhandensein von Pigmenten für die meisten Tiere völlig normal ist, können wir auf Ausstellungen eine ganze Reihe von Hunden sehen, die unter Pigmentmangel leiden.
Seit vielen Jahren schon haben außer mir auch andere Richterkollegen beobachtet, dass sich das Problem des Pigmentmangels verstärkt, beispielsweise findet man bei dunklen Brindles weiße oder graue Krallen sowie helle Augen und bei roten oder rehbraunen Tieren fleischfarbene, rosa Krallen, ja auch bei Champion- Hunde kann man durch das Fell hindurch - insbesondere bei dunklen Brindles - die unpigmentierte Haut erkennen.
Wenn Hunde diesen Pigmentmangel der Haut oder Augenlieder aufweisen, sieht es so aus, als ob ihr Fell nicht mehr richtig dicht wäre, bei den Augenliedern führt dieser Mangel dazu, dass die Tiere aussehen, als ob sie eine Brille tragen.
Was ist nun eigentlich die Ursache dieses Problems und Warum tritt es bei bestimmten Hunden auf?
Zunächst ist das als eine natürliche Erscheinung anzusehen, die nur allmählich in den Vordergrund tritt und durch das Klima beeinflusst wird. In den kalten Wintermonaten und verstärkt durch Zentralheizungen, wird die normale schwarze Färbung der Schnauze und der Krallen beeinträchtigt. Bei Ausstellungen während den Wintermonaten bemerken Richter beim SBT eine leichte Graufärbung der Nase und der Krallen - auch bei Tieren, die sonst eine ausgezeichnete Pigmentierung haben.
Das ist ein klassischer Fall von Verschlechterung der Pigmentierung, der mit dem Problem des Pigmentmangels bei Hunden nicht zu verwechseln ist. Der natürliche Rückgang der Pigmentierung ist mit Holunder oder Seetang in Pulver- oder Tablettenform und eisenhaltigen Substanzen zu behandeln. Mit diesen Futterzusätzen und mit dem Nahen des Frühlings werden die Schnauze und die Krallen wieder ihre natürliche schwarze Färbung bekommen.
Bei ernsthaftem und ständigem Pigmentmangel kann nur sehr wenig getan werden.
Aber eigentlich hätte man solche Mangelerscheinungen verhindern können. Das Krankheitsbild des Pigmentmangels könnte man leicht verhindern, wenn man etwas mehr Sorgfalt auf die Auswahl der Zuchttiere - besonders der Rüden - legen würde.
Hat ein Hundebesitzer unglücklicherweise eine Hündin, die den genannten Mangel aufweist, wäre es sehr dumm, wenn man nun einen Rüden auswählt, der ebenfalls diesen Mangel zeigt. Der Pigmentmangel ist unschwer festzustellen, und man sollte daher Tiere, die davon betroffen sind, nicht in die Zucht einbeziehen.
Für die Züchter wäre es sinnvoll und besonders vorteilhaft, die Zuchtlinie der vorgesehenen Hündin genau zu betrachten, damit die Anteile der Farben brindle und rot in der Linie exakt bestimmt werden können. Wer beispielsweise eine Hündin hauptsächlich dunkel- brindle züchtet, tut gut daran, jetzt ein optimal pigmentiertes rotes Tier zu verwenden. Wenn die Hündin jedoch hauptsächlich rot gezüchtet war, wäre ein gut pigmentierter dunkler oder roter Rüde die richtige Wahl. Bei ständiger Züchtung von rot nach dunkel- brindle und umgekehrt vorausgesetzt die verwendeten Zuchttiere sind annähernd optimal pigmentiert - kann man ziemlich sicher sein, dass die Nachkommen ebenfalls gut pigmentiert sind.
Meiner Meinung nach kommt die Problematik des Pigmentmangels von der Praxis einiger Züchter, die immer nur ausschließlich dunkle Brindles, immer nur rote oder stets rehbraune Tiere für die Zucht verwenden. In dieser Situation hilft natürlich auch der Rat von sogenannten "Experten", die sich dann an Jungzüchter wenden, nichts, wenn sie meinen, dass man leberfarbene Tiere oder schwarzlohfarbene Tiere erhält, sobald man rote Hunde mit dunklen oder schwarz-brindle Hunden kreuzt. Ein solcher "guter Rat" ist natürlich falsch und irreführend, denn meine Ansicht ist vielmehr die, dass leber- oder schwarzlohfarbene Hunde das Ergebnis einer ständig fortgesetzten Zucht mit ausschließlich mangelhaft pigmentierten dunklen oder schwarzen Brindles ist.
Mein Artikel über "Die Farben des Staffordshire Bull Terriers" und der Einfluss auf die Zucht hat deutlich gemacht, dass die Zuchtauswahl dunkel/ schwarz nur zu dunklen und schwarzen Farben führt, rot/ rehbraun nur zu rot oder rehbraun.
Diese Einschränkung wiederum ist Ursache dafür, dass man immer weniger mahagonifarbene Brindles auf Ausstellungen zu sehen bekommt. Es erscheint mir auch wichtig festzustellen, dass fast alle dieser farbigen Brindles gut pigmentiert waren - natürlich gibt es aber auch Ausnahmen.
Für den Züchter wird es dann problematisch und führt zu Enttäuschungen, wenn er in der Welpenkiste Jungtiere findet mit schlechtem Gebiss, Schwierigkeiten mit den Ohren und viele weitere Mängel, die eben so vorkommen. Wenn der Züchter aber umsichtig vorgeht, seinen Menschenverstand benutzt und die Zuchtlinien und das Erscheinungsbild seiner Hündinnen und der für die Zucht vorgesehenen Rüden bezüglich Pigmentierung und Farbe genauer ansieht, ist das nahezu eine Garantie für die optimale Pigmentierung seiner Zuchttiere.
Die Problematik der hellen Augen unterscheidet sich von der Problematik der Hautpigmentierung oder der Krallen. diese Probleme treten oft auch getrennt auf. So habe ich schon gut pigmentierte Hunde (brindle und rot) gesehen, die Augen waren jedoch ziemlich hell. Selbstverständlich gibt es zahllose Abstufungen der Helligkeit der Augen, von fast gelben bis hellbraunen Augen. Aber es scheint mir, als ob dieses Problem bei dunklen oder schwarzen Brindles häufiger auftritt und bedauerlicherweise ist dieser Mangel bei dunklen oder schwarzen Brindles offensichtlicher, was sehr viel problematischer ist als bei einem roten Tier.
Der Rassestandard macht dazu klare Aussagen, ich zitiere:"…Augen, möglichst dunkel, jedoch mit Farbabweichungen entsprechend der Fellfarbe möglich."
Der rote Hund ist dabei im Vorteil, wenn die Augenfarbe hellbraun ist. Die hellen Augen sind nicht das eigentliche Problem, denn man kann dies ja leicht bei seiner Zucht vermeiden, indem man nur Tiere mit dunklen Augen zur Zucht verwendet.
Zusammenfassend möchte ich sagen, dass der Mangel der helleren Augenfarbe bei dunklen oder schwarzen Brindles sowie bei roten Hunden und auch die mangelhafte Pigmentierung der Haut, der Krallen und Augenlieder etc. durchaus vermeidbar sind.

The kennel club's76th 1937 of the sporting and other dogs, at Olympia, London Group of SBT entry
Es ist, oder sollte angenommen sein, dass ein SBT die drei wesentlichen Eigenschaften besitzt: Typ, Gesundheit und Wesen (in der von Ihnen gewünschten Reihenfolge), ob dies nun ein Ausstellungshund und/ oder ein treuer Begleiter ist. Jeder Hund, dem auch nur eine dieser Eigenschaften fehlt, wäre ein schlechter SBT und mit Sicherheit würde kein guter Richter so ein Exemplar tolerieren. Obwohl diese notwendigen Bedingungen an erster Stelle in unserer Wahrnehmung stehen, gibt es noch eine wichtige und unerwünschte Eigenschaft, die wir nicht außer Acht lassen sollten, eine Eigenschaft, die wir vor unserer Nase haben aber oft ignorieren oder übergehen. Diese besondere Eigenschaft kann sich einschleichen wenn man unvorsichtig ist und zum Zeitpunkt, wo Züchter oder Richter es zur Kenntnis nehmen, kann es bereits zu spät sein. Ich verweise auf die Gefahren von Übertreibungen, die jede Rasse befallen können. Wir können alle sehen, was in anderen Rassen geschehen ist und die klassischen Beispiele dafür, welche hervorstechen, sind Bulldogs, Bloodhounds und Deutsche Schäferhunde. Man muss hier bemerken, dass die Probleme, welche diese Rassen erleben und erleiden, nicht über Nacht eingetreten sind.
Man fragt sich, wie Übertreibungen den SBT beeinträchtigen können. Wir haben dauernd von verschiedenen Quellen gehört, das der SBT ein "ehrlicher" und unverdorbener Hund ist Wenn dem so ist, wie kann unsere Rasse beeinträchtigt sein?
Ich glaube fest, dass unsere Rasse an einigen Übertreibungen in verschiedenen Punkten, besonders am Kopf, an Vorderfront, Knochen und vielleicht am schwerwiegendsten an dem Ausmaß an Substanz, das die Hunde tragen, leidet.
Zuerst werde ich mich mit dem Kopf befassen, denn dieser ist meistens das erste, was man beim Hund ansieht. Wenn man auf 30 Jahre zurückblickt, war immer eine Vielfalt (Verschiedenartigkeit) in der Form des Kopfes des SBT zu bemerken und heutzutage sehen wir viel weniger schlechte oder schwache Köpfe, mit flachen Schädeln, schlechten Stops, zu langen und schmalen Fängen, mit schlecht gelagerten Augen, etc. Es besteht wenig Zweifel, dass die Köpfe im allgemeinen während der letzten 20 Jahre wesentlich besser geworden sind, aber meiner Meinung nach, durch den Enthusiasmus und durch das Streben nach besseren Köpfen, sehen wir heute viele Köpfe mit übergroßen Schädeln, mit zu tiefen Stops, oft mit ultrakurzen Fängen. Wenn wir unseren Rassestandard durchlesen, steht dort "Schädel durchaus tief", aber nirgends verlangt er übergroße Schädel.
In den letzten Jahren habe ich immer wieder Hundebesitzer prahlen gehört über Maße des Umfangs der Köpfe ihrer Hunde, Maße von 20- 23 Zoll (51 - 58,5 cm). Manche der besten Köpfe welche ich in den letzten Jahren gesehen habe, waren sicherlich nicht übergroß, aber traurigerweise gewinnen die Hunde mit diesen übergroßen Köpfen die Preise im Ausstellungsring. Wenn man mit älteren Züchtern spricht, die der 60ér Jahre, dann behaupten sie, dass damals der Umfang des Schädels in Proportion zur Größe des Hundes sein sollte - oder umgekehrt! Meiner Meinung nach ist die Übergröße der Hunde eine Übertreibung.
Weiter, die Front ist im Standard als "ziemlich breit" beschrieben. Es wäre vernünftig, anzunehmen, dass Leute, die ursprünglich den Standard verfasst hatten, wahrscheinlich die Breite der Front des SBT mit der, z.B. vom Fox Terrier oder Bedlington Terrier verglichen, aber auf jeden Fall sagt der Rassestandard keinesfalls "breit". Wir sehen aber immer wieder, wie Aussteller die Vorderläufe ihrer Hunde so breit wie möglich hinstellen - wie ein umgedrehtes V. Sie wissen, dass manche Richter Ausstellungshunde mit einer "durchaus breiten" statt "mäßig breiten" Front suchen. Diese Art von übertrieben breiter Front, manchmal zusammen mit überladenen Schultern, könnte die Ursache von Geburtsschwierigkeiten, über die sich manche Züchter beklagen, sein, aber auf jeden Fall ist diese besondere Eigenschaft der Anfang von einer Übertreibung.
Wir kommen jetzt zum umstrittensten Teil unseres Rassestandards, abgesehen vom Höhe- / Gewichts- Teil dieser Klausel. Diese verlangt deutlich nach einem Hund von 38lbs (17,2 kg) für Rüden und ein schwaches Kilo weniger für Hündinnen, bei der angegebenen Größe. Es ist zweifelsfrei, dass der STB über die Jahre schwerer geworden ist und wir alle haben Hunde im Ring gesehen, die wahrscheinlich 50lbs (22,5 kg) oder mehr hatten, aber auf jeden Fall schwerer waren als die verlangten 38lbs.
Substanz wird von vielen als eine Tugend angesehen und schwere Hunde haben große Preise gewonnen, wobei Ausgewogenheit vollkommen ignoriert wurde. Meistens lagert dieses überflüssige Fleisch in der Schultergegend, über den Rippen am Brustkorb, oder - am ärgsten - über der Lende. Viele Leute glauben, dass es ein großer Fehler war, wenn der vom KC (Kennel Club) geänderte Standard die einfachen aber wichtigen Worte "leicht in der Lende" wegließ. Diese vier Worte hätten den Richtern eindeutige und sichere Anleitung in diesem Punkt gegeben und hätten die Anzahl von schwerfälligen und überladenen Hunden im Ring verhindert.
Jetzt kommen wir zu einer weiteren Übertreibung, die bewundert wird und zwar Knochen. Genauer gesagt: Knochen der Vorderläufe. Ich bin völlig der Auffassung, dass diese Rasse genügend Knochensubstanz haben muss und das letzte, das wir wollen, sind leichte Knochen, die besser zu einem Wippet passen. Aber ich meine, die dicken, schweren und unförmigen Knochen, die man bei manchen Hunden sieht und die sie unausgewogen, auch schwer, schwerfällig und sicherlich unattraktiv ausschauen lassen.
Es ist höchst wichtig, dass ein SBT wohlgeformte und korrekte (für jeden einzelnen Hund) Knochen in seinen Vorderläufen besitzt, die auch besonders zur Ausgewogenheit des Hundes beitragen müssen.
Alles in allem, wenn wir Züchter weiter Hunde züchten, die zu große Schädel, zu breite Fronten und zu viel Substanz (Fleisch) haben, mit groben Vorderläufen, dann werden diese Hunde sicher nicht mehr dem Rassestandard entsprechen.
Das geschulte Auge eines erfahrenen Züchters oder Richters wird immer einen beweglichen, ausgewogenen, aber kräftigen SBT mit korrekter und gewünschter Mischung aus Bull und Terrier erkennen, aber wenn eine große Anzahl von schweren und unbeweglichen Hunden, wie beschrieben, in unseren Ausstellungsringen erscheint, dann wird der SBT allmählich unerkennbar als der ursprüngliche Hund, den wir alle sehen wollen.
Das langsame und schleichende Fortschreiten von unbeobachteten Übertreibungen könnte - über die Jahre - unseren ansprechenden und beweglichen Hund in einen "Bulldog des armen Mannes" verwandeln. Falls dieses Unglück eintreten sollte, glaube ich, da- es unmöglich sein würde, die eigentliche körperliche Schönheit des SBT wieder herzustellen.
Die ganze Verantwortung für das Wohlbefinden jeder beliebeigen Rasse ist immer in den Händen der Züchter und Richter.
Ich bin ziemlich sicher, dass der Ausdruck "Eleganz" in Verbindung mit der Rasse des Staffordshire Bull Terriers selbst die Liebhaber der Rasse zu Aufschreien veranlasst. Gerade dieser Ausdruck passt am wenigstens zum Macho - Image vieler Staffi- Besitzer. Gleiches gilt für einige ignorante Staffi- Halter, die weniger den Show- Hund, sondern eher die Kampfmaschine wollen. Diese Einstellung zu unserer Rasse gab es bereits vor deren Anerkennung im Jahre 1936 und es gibt sie noch immer. Mit Sicherheit ist das auch einer der Gründe, warum der STB bei den BIS - Entscheidungen nicht gerade in den ersten Platzierungsrängen zu finden ist. Nun, was bedeutet der Begriff "Eleganz" denn eigentlich? Sie werden dazu eine Menge Erläuterungen im Wörterbuch finden, beispielsweise Schönheit, guter Geschmack, Stattlichkeit, Ausstrahlung, Grazie, Perfektion oder Stil. Jeder dieser Begriffe ist in "Eleganz" enthalten und für einen modernen Ausstellungshund sollten auch alle diese Begriffe zutreffen!
Wir sollen nun diese Hunde aussehen, wie sollen wir sie züchten, damit sie Stil und Grazie, Schönheit und Ausgewogenheit und Noblesse verwenden - haben?
Wahrscheinlich wäre das nicht einmal so schwer solche Tiere zu züchten, denn alles, was man meiner Meinung nach dazu braucht, sind Vernunft und ein gutes Auge für Qualität sowie geeignete Zuchttiere. Es ist natürlich erforderlich, Tiere für die Zucht zu verwenden, die über die notwendigen Eigenschaften verfügen, beispielsweise gute Körperlinie, gute und gerade Frontpartie mit dem Knochenbau, der zu dem jeweiligen Tier passt und was sehr wichtig ist, die erforderliche Länge der Beine, denn der Hund darf weder hochbeinig noch kurz geraten sein. Wenn all diese Eigenschaften augenscheinlich vorhanden sind, können wir davon ausgehen, dass das Tier als "ausgewogen" gilt. Die sorgfältige Verwendung solch ausgewogener, gefälliger Tiere (Mängel wollen wir jetzt noch nicht ansprechen) mit Eltern und weiteren Vorfahren, die ebenfalls solch gute Anlagen in Punkto Qualität vorweisen, wird sich für den Züchter und seine Zucht ganz sicher auszahlen. Fügt man zu diesen Tieren, die über den gesamten Stammbaum hinweg von guter Qualität sind, noch die "Eleganz" hinzu, so wird sich ausschließlich die Qualität durchsetzen. Aber was ist dann in den letzten 15 Jahren schiefgelaufen? Warum finden wir diese genannten Eigenschaften so selten?
Um auf diese Frage eine Antwort zu finden, müssen wir weit ausholen und bei der Stunde Null anfangen. Durch anerkennenswerte und ständige Bemühungen des einzigen derzeit existierenden SBT - Zuchtvereins, dem SBT Club, wurde unsere Rasse 1936 als eigenständig anerkannt. Regelmäßige Ausstellungen von Staffis folgten kurz darauf. Die Zahl der registrierten Tiere blieb lange Zeit gleich, bis in den 80er Jahren, durch große Beliebtheit der Rasse, die Zahl stetig anstieg. Während der ersten Jahre galten die Staffis als eine ganz spezielle Rasse und das blieb auch so bis vor ca. 10 Jahren. Große Entwicklungsschritte gab es in der Zeit von 1948 bis 1970 und eine ganze Menge qualitativ hochwertiger Rüden und Hündinnen wurde gezüchtet. So gab es meiner Meinung nach berechtigte Hoffnung, dass mit diesen Qualitätstieren auch den Staffis der Sprung in die vorderen Ränge der BIS - Hunde gelingen könnte. Unter diesen Tieren waren u.a. CH. Jolihem Gallant Bess, CH. Swifen Skyscraper, CH. Curfews White Orchid, CH. Jolihem Ringmaster, CH. Buninyong Ceaser, CH. Eastaff Danom, CH. Pitbull Red Regent. Natürlich gäbe es noch viele weitere Tiere zu nennen und blickt man zurück auf die Vertreter der Rasse, so wird klar, dass die Züchter auf dem besten Weg waren, um mit den Besten anderer Rassen konkurrieren zu können. Dann jedoch wurde der züchterische Fortschritt von der wachsenden Beliebtheit eingeholt und schlimmer noch, von der kommerziellen Zucht. Die Zucht musste also unter dem altbekannten und fundamentalen Problem leiden, da auch anderen Rassen arg mitspielte: Funktionaler Hund oder Ausstellungshund? Viele Rassen waren davon betroffen, auch die Windhunde sowie Jagd- und Gebrauchshunde. Und immer noch gibt es Leute, die nicht akzeptieren können, dass der Staffi nur ein Ausstellungshund ist und kein Kampfhund. Dieser unglückliche Umstand wird immer wieder bei Beurteilungen von Tieren, bei Ausstellungen und natürlich auch in der Zucht deutlich. Bei einer Aktion, die von einem Staffi- Magazin vor ein paar Jahren durchgeführt wurde, waren Leser aufgefordert, dem Herausgeber des Magazins eine Liste der besten Hunde, die die Leser zu Gesicht bekamen oder die sie bewundernswert fanden, einzusenden. Was mich besonders erstaunte und ich war da sicherlich nicht alleine, war die Tatsache, dass ganz vorne in der Liste Tiere zu finden waren, die als Ausstellungstiere gänzlich unbedeutend waren. Die Bewunderer der Tiere beschrieben ihre "Favoriten" als "geduckt in Kampfposition", was nichts anderes heißt als "Terrier- Kopf, hager, hochgewachsen", aggressive Tiere also, die nur wenig oder gar nichts für die Zucht zu bieten hatten. Die Listen solcher Hunde müssen bei den Neulingen, die danach streben, qualitativ hochwertige Ausstellungstiere zu züchten, einige Verwirrung ausgelöst haben.
Zu dieser Problematik kam noch hinzu, dass bekannte Persönlichkeiten eine Vielzahl von unsinnigen Bemerkungen machten, etwa ein "Staffordshire Bull Terrier muß sich nicht bewegen, es reicht, wenn er es bis zur Scratch - Linie schafft", womit gesagt ist, dass Bewegung völlig unwichtig ist. Oder ein weiteres Beispiel:"Dieser Hund kann, was er können soll!" Wie kann jemand nur solch einen Unsinn sagen?! Ich könnte mit diesen dämlichen Äußerungen, die ich schon gelesen oder von sogenannten "Fachleuten" gehört habe, ganze Seiten füllen. Und leider wird solcher Unsinn von den schafköpfigen Bewunderern dieser "Fachleute" aufgenommen und auch weitergegeben.
Unsere Rasse leidet aber auch unter der alten, sich beständig haltenden Ansicht über den Kopf. Die Bedeutung des Kopfes wird dabei derart überbetont, zum Nachteil der übrigen Merkmale des Hundes. Und wieder einmal haben bekannte und erfahrene Richter sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart klar gezeigt, dass sie diese Ansicht übernommen haben. Wir alle haben doch schon gesehen, wie armselige und ungeeignete Tiere hohe Prämien erreicht haben, nur weil sie über einen ausgezeichneten Schädel verfügten. Dieses Problem liegt in der Geschichte begründet und ist zurückzuführen auf den Standard von 1935, wonach 30 Punkte von 100 möglichen Punkten für den Schädel des Hundes vergeben wurden. Obwohl die Punktzahl dann im 1948er Standard auf 25 Reduziert wurde, war diese Art der Bewertung im Ring für Staffis, nämlich der Schwerpunkt des Urteils auf dem Schädel basierend, nicht mehr zu ändern. Hier möchte ich klarstellen, dass es zwar für unsere Rasse von großer Bedeutung ist, einen typischen, rassespezifischen Schädel mit dem richtigen Ausdruck zu haben, aber wir sollten den Schädel nur kurz betrachten und dann den gesamten Hund anschauen und nicht wie gebannt nur den Schädel betrachten.
Diese Überbewertung des Schädels hat sich meiner Meinung nach während der letzten 10 bis 15 Jahre zu einem entscheidenden Nachteil für die obere Körperlinie und für die Beweglichkeit der Frontpartie entwickelt.
Zusätzlich schwelt in unserer Rasse immer noch der Konflikt zwischen denen, die beim Staffordshire Bull Terrier den Schwerpunkt auf "Terrier" legen und den anderen, die den "Bull" besonders betonen. Dabei können wir doch davon ausgehen, dass der Bull- Typ den Terrier- Typ längst überragt. Jeder, der etwas von unserer Rasse versteht, weiß doch genau, das beide Typen, Bull und Terrier, falsch sind. Die Züchter sollten sich bemühen, ein Tier züchten, das die richtige Mischung aus Bull und Terrier ist. Aber schließlich haben wir ja alle schon, wohl als Folge der Bevorzugung des Bull- Typs, solche kurzbeinigen, schwerfälligen Tiere mit übertrieben breiter Brust, riesigem Schädel (oft auch mit kleinen Augen) gesehen. Diese schwerfälligen Hunde kann man auf keinen Fall als beweglich oder elegant ( was ja ein STB gerade sein sollte) bezeichnen. Diese Tiere unterscheiden sich ganz erheblich von den Spitzen- Sieger- Hunden, die man noch in den späten 70er Jahren zu sehen bekam.
Wir dürfen jedoch nicht vergessen, dass dem ursprünglich hart kämpfenden, bärbeißigen Hunden des frühen 19. Jahrhunderts Terrierblut zugeführt wurde, um die Agilität und die Zähigkeit zu erhöhen und um ihnen die Terrier- Eigenschaften (Geist) zu geben.
Zusammenfassend kann man sagen - und ich hoffe, dass man mir bisher zustimmen konnte - dass der STB leider immer noch als Kampfhund angesehen und teilweise auch so gezüchtet wird, dass der so genannte "Bull"- Typ immer noch die erwünschte Mischung aus Bull und Terrier dominiert und dass immer noch viele Hunde ausschließlich nach Qualität ihres Schädels beurteilt werden. So wird einem klar - und ich hoffe, Sie, liebe Leser, sehen das genauso - dass die Züchter dem Staffi mit der richtigen Mischung aus Bull und Terrier sowie der Ausgewogenheit mehr Bedeutung beimessen sollten.
Ohne diese notwendigen Erfordernisse (nicht zu vergessen die Gesundheit) wird unsere Rasse stets einen Mangel haben, nämlich die fehlende Eleganz. Die jedoch ist im modernen Ausstellungsring erforderlich. Ich muss schnell noch anmerken, dass es stets Züchter gab und auch noch gibt, einige kluge und verständige Züchter, die sich bemühen, die notwendigen Qualitätsmerkmale zu züchten. Diesen Züchtern wird es aber wegen der großen Vielfalt der Typen im Ring (tatsächlich ähneln einige SBT- Klassen anderen) oft nicht leicht gemacht. Will man das Bemühen um einen ausgewogenen, eleganten und gut gezüchteten Ausstellungshund unterstützen, so sollten die Züchter eine größere Auswahl von geeigneten Deckrüden haben, die sowohl ausgewogen als auch elegant sind. Daß dies im Rahmen des Möglichen liegt, zeigt sich dadurch, dass regelmäßig auch solche Hunde im Ausstellungsring auftreten und diese auch qualitativ hochwertige Nachkommen haben. Dazu benötigen wir aber noch viele weitere engagierte Züchter, die sich darauf verstehen, diese hochgesteckten Zuchtziele durchzustehen.
Der Staffordshire Bull Terrier Rassestandard ist ein Standard wie jeder andere Standard auch. In erster Linie dient er der umfassenden Erklärung und Beschreibung der jeweiligen Rasse des Hundes. Dieser Standard wurde ca. 1935 in einem Pub namens The Crossed Guns von einer kleinen Gruppe von Männern festgelegt und niedergeschrieben.
Diese enthusiastischen Männer waren weitsichtig genug, dem Staffordshire Bull Terrier auf Ausstellungen neben dem Bullterrier und anderen verschiedenen Terriern seinen berechtigten Platz zukommen zu lassen.
Sie sahen ein Potential in der Zucht, welches sich vom ausschließlichen bisherigen Zuchtziel, dem "Hundesport", unterschied. Hundekämpfe waren schon seit Jahren vom Satt verboten, doch still und heimlich wurde dieser "Gentlemen- Sport" weiter im Untergrund praktiziert. Erwähnenswert ist, dass selbst heute noch Leute den Standpunkt vertreten, der Stafford wäre kein Showdog. Zweimal wurde der Original- Standard durch den Kennel Club verändert. Zum ersten Mal 1948 und noch mal 1968. Eine Standardisierung des Kopfes wurde jedoch bis heute nicht durchgeführt. Der Standard erklärt, meiner Meinung nach, noch die meisten Punkte recht ausführlich und einleuchtend. Für die meisten Punkte recht ausführlich und einleuchtend. Für die meisten Rassefreunde wäre es bestimmt verführerisch einige Änderungen oder Erklärungen in unseren Standard einzubringen.
Ohne Zweifel je ausführlicher und länger der Standard ist, umso komplizierter und wichtiger erscheint, es würde immer schwieriger oder gar unmöglich werden einen Spezialisten zu finden, der die Beschreibungen und Bandbreite des Standards beherrscht und richtig interpretiert.
Wie auch immer, aus meiner Sicht gibt es einen Punkt im Standard der verbesserungswürdig wäre, oder deutlicher gemacht werden muss. Um Unklarheiten und Unverständnisse zu beseitigen, ich weise auf den Punkt Kopf im Standard hin welcher sich liest: kurz, tief mit breitem Oberkopf, sehr ausgeprägte Backenmuskeln, klarer Stop.
Nun wir alle haben schon verschiedene Kopftypen gesehen. Die unterschiedlichen Formen sind beachtlich. Wir sehen verschiedenartige Schädel, oval, flach und rund. Augenform, Augenposition, Schnauzpartie usw.
Die verschiedenen Beschreibungen von all diesen verschiedenen Köpfen könnte eine große Anzahl von Seiten füllen, aber um das Problem zu vereinfachen, schlage ich vor, die verschiedenen Typen in drei Gruppen einzuteilen. (alle basieren auf einer Kopflänge von 9 inches)
1. Der Kopf, welcher länger ist als die durchschnittliche Länge von Maul oder Vorgesicht, 5 Teile Oberkopf zu 4 Teilen Vorgesicht. Oder gemessen 5 inches von Schädelanfang bis Stop und 4 inches vom Stop zur Nasenspitze.
2. Der Kopf, der ich glaube das korrekte Verhältnis hat, 2 Drittel zu 1 Drittel oder gemessen 6 inches vom Oberkopf zum Stop und 3 inches vom Stop zur Nasenspitze.
3. Der Kopf mit einem extremen Vorgesicht, 7 Teile zu 2 Teilen oder 7 inches vom Oberkopf zum Stop und 2 inches von Stop zur Nasenspitze.
Dieser Typ Kopf ist bei den Liebhabern sehr verbreitet.
Natürlich sind all diese Maßeinheiten nur annähernde Richtlinien und Variieren um ein halbes inch oder mehr.
Nehmen wir ein Beispiel: 5 Teile Oberkopf und 4 Teile Fang. Dieser Kopftyp war vor ca. 25 Jahren sehr populär. Üblicherweise hatte er einen flacheren Schädel und nicht den definierten Stop, den man bei 1 und 2 sieht.
fremden Ausdruck. Dieser Typ taucht gelegentlich wieder auf, ist aber nicht mehr sehr modern.
Es besteht kein Zweifel, dass die Konzentration und Verbesserung (?) auf den kurzen diesen mit den Typ mit längern Vorgesicht eliminiert hat. Und natürlich ist der längere Typ schon sehr leicht in der Welpenkiste zu erkennen.
Das nächste Beispiel: 2 Drittel Schädel zu 1 Drittel Fang, diese Form ist für mich und viele andere die ideale, gleichmäßige Kopfform. Generell kann ein Hund mit dieser Kopfform gut durchatmen. Ausnahmen sind Hunde mit dem immer mehr verbreiten Gaumensegelproblem. Aber diese unglückliche Verfassung ist ein Thema für einen anderen Artikel und kann nur von einem Tierarzt geschrieben werden. Nicht zu vergessen ist, dass dieses Problem jede Kopfform treffen kann. Das 2 Drittel zu 1 Drittel Verhältnis hat üblicherweise einen tiefen breiten Schädel, klaren Stop und eine ausreichende Breite zwischen den Augen.
Unser drittes Beispiel, ein kürzeres Vorgesicht, gut 7 Teile Schädel zu 2 Teilen Vorgesicht oder 7 inches Oberkopf zu nur 2 inches Stop zur Nasenspitze (annähernd), hat meistens einen sehr tiefen breiten runden Schädel. Diese Typen mit einem kürzeren Fang können Schwierigkeiten mit der Atmung haben (besonders bei sehr heißem Wetter), auch neigen sie zu kleineren Zähnen als die ersten beiden Beispiele.
Es besteht kein Zweifel ein kürzerer Fang schaut sehr eindrucksvoll aus und ist sehr beliebt bei vielen Liebhabern der Rasse, bringt jedoch Probleme mit sich. Die Verfechter dieser Art von Kopf wollen uns sagen, dass der Abschnitt mit der Beschreibung des Kopfes in unserem Rasse- Standard klar feststeht und ich zitiere:"ein kurzer tiefer Schädel mit breitem Oberkopf betontem Stop und ein kurzer Fang". Dieser klare Standpunkt wirft die alte Frage auf wie tief ist tief und wie kurz ist kurz?
Aus meiner Sicht und meine Theorie basiert auf diesem Problem weil ich glaube, dass die Original- Autoren unseres Rassestandards (unsere Gentlemen aus dem Black County Pub) als sie dies in dieser Zeit niederschrieben, die Köpfe der meisten anderen bekannten Terrierrassen mit dem des Staffordshire Bull Terrier verglichen haben und deshalb weise ich auf Airdale Terrier und die Foxterrier hin. Diese Hunde hatten und haben alle einen verhältnismäßig flachen und schmalen Schädel und am wichtigsten für meine Theorie einen ziemlich langen Fang. Mein Gefühl sagt mir, dass in dieser Periode absichtlich die Bezeichnung tief und breit gewählt wurde um einen klaren Unterschied zwischen den Köpfen der Staffordshire Bull Terrier und den Köpfen der anderen Rassen der Terrier festzuschreiben. Um meinen Standpunkt noch etwas zu untermauern, ein typischer Foxterrier hat annähernd die gleichen Proportionen zwischen Oberkopf und Fang, oder 4 inches Oberkopf zum Auge und 4 inches Augen zur Nasenspitze. Diese Messungen basieren auf den Proportionen von Foxterriern aus meinem Zwinger.
Die triftige Voraussetzung den Begriff kurzer Fang zu ändern würde meinen kürzer als das gleichmäßige Oberkopf und Fang Verhältnis.
Terrierköpfe, von sagen wir 2 Drittel Oberkopf und 1 Drittel Fang Proportionen, könnten genauer beschrieben sein als in unserem Rasse Standard, der nur auf einen kurzen Fang hinweist.
Nach den Versuchen die drei verschiedenen Typen des Staffordkopfes zu beschreiben, sind immer noch eine nicht geringe Anzahl anderer Stile und Formen von Köpfen in unserer Rasse zu sehen. Es würde unmöglich sein all diese Köpfe in ihren vorstellbaren Details im Rassestandard zu beschreiben oder zu versuchen all diese Köpfe dem unseres Rassestandards komplett anzupassen.
Wir könnten wie auch immer, die Idealverhältnisse vom Kopf (Oberkopf und Fang) genau beschreiben, so dass keinerlei Uneinigkeit oder Zweifel bezüglich der Auslegung des Standards aufkommen können, keine Argumente wie die korrekten Proportionen sein sollten. Alles hängt also an der Frage wie kurz ist kurz.
Meine eigene Lösung für dieses Problem würde sein die folgenden Wörter einzufügen: die wünschenswerten Proportionen des Kopfes sollten sein ……. beim Abschnitt Kopf. Das wäre der Versuch Schlüsselwörter zu finden, um (hoffentlich) die Diskussion schöpferisch zu fördern! Wie ich schon feststellte, meine eigene Auslegung des Problems lehnt sich stark an 2 Drittel Oberkopf zu 1 Drittel Fang an und ebenso kann ein sehr kurzer Fang sehr eindrucksvoll aussehen. Dennoch müssen wir vor Übertreibungen auf der Hut sein, denn es ist außerordentlich wichtig, nicht das Original- Konzept von Form und Zweck dieser Zucht aus den Augen zu verlieren, nämlich einen arbeitenden Terrier.
Uneingeschränkte Atmung und Kondition sind das Wesentliche. Dies findet sich bei dem Kopftyp mit dem Verhältnis 2/3 Oberkopf zu 1/3 Fang, aber nicht immer in einem sehr kurzen Fang.
Wenn die Fänge generell kürzer werden sollten, würden wir wahrscheinlich für immer den maßgeblichen Bestandteil in der Zucht des SBT verlieren und hätten nicht länger den Hund der ursprünglich beschrieben wurde. Wie auch immer wir mit den ideal- Proportionen von Oberkopf und Fang übereinstimmen, es ist von größter Bedeutung das wir sofort den typischen Staffordshire Bull Terrier Ausdruck erkennen können, welcher nur bei folgenden Bestandteilen vorhanden ist: dunkles rundes mittelgroßes Auge, in korrekter Position geradeausschauend, ein klarer Stop, kurze Lefzen und einen begreiflicherweise starken Unterkiefer. (Merkwürdigerweise wurde die Beschreibung des Unterkiefers nicht in dem Abschnitt Kopf zugrunde gelegt, sondern bei Maul und da steht festgeschrieben: Unterkiefer stark).
Diese Beschreibung ist einheitlich und gründlich, weil es ansonsten keinen klar erkennbaren Typ geben würde ein fremdes Aussehen bekommen.
Natürlich habe ich nicht den Wunsch etwas zu ändern oder wünsche fundamentale Änderung in unserem Rassestandard. Mein Gefühl jedoch sagt mir, dass die genaue Beschreibung der ideal- Proportionen des Kopfes und Schädels in dem Standard unserer wundervollen Rasse nur von größtem Vorteil wäre.
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